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Immobilien Bremen übergibt Spielstätte im Volkshaus an das „Theatrium“

Von der längst zu klein gewordenen „Puppenstube“ im Schnoor in eine moderne Spielstätte für 130 Zuschauer – für das Puppen- und Figurentheater „Theatrium“ beginnt mit dem Umzug ins Volkshaus an der Hans-Böckler-Straße eine neue Zeitrechnung. Immobilien Bremen hat die ehemalige Speisegaststätte des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes in einer Bauzeit von fünf Monaten in ein ebenso zweckmäßiges wie ansprechendes Theater verwandelt. Dr. Oliver Bongartz, Geschäftsführer von Immobilien Bremen, konnte die Einrichtung am heutigen Dienstag (8. September) ihrer Bestimmung übergeben.

Mit einem finanziellen Aufwand von 670.000 Euro wurde das frühere „Casino“ entsprechend der zukünftigen Nutzung als Puppenbühne mit Zuschauerraum, Büros und Nebenräumen hergerichtet. Damit ist die 2006 begonnene Komplettsanierung des früheren Gewerkschaftshauses abgeschlossen, in dem heute das Amt für Soziale Dienste und das Sozialzentrum West untergebracht sind. Wie schon bei dieser Baumaßnahme erfolgte auch die Umgestaltung der nicht mehr genutzten Gaststätte in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalpfleger. Das 1928 eröffnete Ensemble im expressionistischen Stil war nach Plänen von Richard Jansen unter Beteiligung des Bildhauers Bernhard Hoetger errichtet worden.

Das alte „Casino“ erhielt eine vollständig neue Gebäudetechnik einschließlich der Heizungs-, Sanitär- und Elektrotechnik sowie eine adquäte Lüftungsanlage, die zum Werterhalt des gebäudes auch unabhängig von der jetzt vorgesehenen Nutzung führt. Zum Katalog der Baumaßnahmen gehörte unter anderem auch der Einbau von Notausgängen sowie der Toiletten für Besucher und Mitarbeiter. Der nahezu fünf Meter hohe und 200 Quadratmeter große Zuschauerraum wurde mit strapazierfähigem Parkettboden ausgelegt und mit Verdunkelungs- und Schallschutzelementen ausgestattet. Hinzu kamen moderne Brand- und Rauchschutzanlagen.

Die vorhandene Galerie bietet Platz für Pausengespräche und nahm zudem die Licht- und Tontechnik auf. Vor dem rund 20 Quadratmeter großen Bühnenpodest mit Nebenbühne wurden in einem Halbrund sieben mobile Sitzreihen mit insgesamt 130 Plätzen aufgestellt. Neu geschaffen wurde auch der Eingangsbereich mit der Kassenzone, Garderobe und zwei kleinen Büros sowie einem Freiraum für einen Ausschanktresen.

Im rückwärtigen früheren Küchentrakt entstanden Umkleideräume für die Künstler sowie ein Gruppenraum, in dem sich junge Thaterbesucher aus Schulen oder Kitas aufhalten und ein kleines Frühstück einnehmen können. Hinzu kamen weitere Büroflächen für die Leitung des Theaters sowie ein behindertengerechtes WC. Die gesamte Einrichtung der neuen Spielstätte wurde barrierefrei erstellt.

Mit dem Umzug nach Walle ist die räumliche Kapazität des „Theatriums“ deutlich ausgeweitet worden. Die Möglichkeit, weitere Zuschauerplätze zu schaffen, war nämlich an der bisherigen, der Stadt Bremen gehörenden Spielstätte im Schnoor
nicht gegeben; eine entsprechende Machbarkeitsstudie fiel negativ aus. Vor diesem Hintergrund stellte Immobilien Bremen, als Anstalt des öffentlichen Rechts zentrale Ansprechpartnerin für die öffentlich genutzten Immobilien der Freien Hansestadt Bremen, einen entsprechenden Umbau des leer stehenden Volkshaus-Casinos zur Diskussion. In nachfolgenden Gesprächen mit dem Theater und
dem Senator für Kultur, der ebenso wie die Stiftung Wohnliche Stadt einen Baukostenzuschuss bewilligte, wurde diese Lösung akzeptiert. Der entsprechende Mietvertrag zwischen dem „Theatrium“ und Immobilien Bremen ist mittlerweile unterzeichnet worden.
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Für Rückfragen steht Ihnen Susanne Engelbertz, Abteilungsleiterin Immobilien bei Immobilien Bremen, unter der Telefonnummer 361-89689 gern zur Verfügung.

Pressearbeit für Immobilien Bremen:
Peter Schulz, Telefon 0151 1255 8348

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