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Schnoor-Packhaus steht vor Verkauf

Immobilien Bremen schreibt historisches Gebäude aus – Käufer müssen kulturelle Nutzung gewährleisten

Vor 150 Jahren wurden in diesem Packhaus Kaffee, Gewürze oder Leinen gelagert, gingen Kaufleute und Stauer ein und aus. Heute wird hier Theater gespielt, stehen Kabarettisten wie Martin Buchholz auf der Bühne. Und so soll es auch bleiben, obwohl das historische und unter Denkmalschutz stehende Gebäude Wüstestätte 11 jetzt zum Verkauf steht.

Immobilien Bremen, als Anstalt des öffentlichen Rechts zentrale Ansprechpartnerin für die öffentlich genutzten Immobilien der Freien Hansestadt Bremen, hat den 1801/1850 errichteten Speicher soeben im Auftrag der Stadtgemeinde öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben. Bedingung für potentielle Interessenten: Mögliche Erwerber müssen ein Konzept über die weitere kulturelle Nutzung der Immobilie mitbringen, die bereits im geltenden Bebauungsplan 1433 festgeschrieben worden ist.

Gegenwärtig wird das 1974/76 nach Plänen des Architekten Müller-Menckens zum Theater mit 140 Sitzplätzen sowie Proben- und Ausstellungsräumen umgebaute Gebäude unter anderem durch die Ensembles der „Komödie im Schnoor“ sowie des Union-Theaters und des Theaters „Phönix“ genutzt. Während der Theaterbetrieb in den kommenden Monaten unverändert und wie gewohnt weiterlaufen wird, hat Immobilien Bremen (IB) jetzt die Suche nach Investoren gestartet, die das Objekt im historischen Schnoor-Viertel übernehmen möchten.

Bis zum 30. November 2010 besteht die Möglichkeit, ein Gebot für das einstige Packhaus abzugeben, das eine Gesamtnutzfläche von knapp 1300 Quadratmetern aufweist. Zu der viergeschossigen Immobilie mit Keller und Tiefkeller sowie einem vollständig ausgebauten Dachgeschoss gehören das 864 Quadratmeter große Grundstück sowie sechs Pkw-Stellplätze. Nach Ablauf der Ausschreibungsfrist wird Immobilien Bremen die Gebote unter besonderer Berücksichtigung der eingereichten Nutzungskonzepte prüfen und in Absprache mit dem Kulturressort eine Verkaufsentscheidung treffen.

Der Kaufpreis beträgt mindestens 650.000 Euro, wobei der deutliche Sanierungsstau am Gebäude bereits berücksichtigt worden ist. Denn die künftigen Inhaber werden deutlich investieren müssen. „Die Heizung ist zum Beispiel ebenso erneuerungsbedürftig wie die Toilettenanlagen“, urteilt IB-Geschäftsführer Dr. Oliver Bongartz. „Es handelt sich hier schließlich um ein sehr altes Gebäude, an dem ungeachtet des mittlerweile auch schon 35 Jahre zurückliegenden Umbaus nicht viel getan worden ist.“

Dieser offensichtliche Sanierungsbedarf gab unter dem Strich auch den Ausschlag für die Entscheidung, das alte Packhaus mitsamt der Gaststätte im Kellergeschoss zu veräußern. „Bremen kann weder die absehbaren noch die laufenden Kosten für den Bauerhalt tragen“, erklärt Dr. Bongartz. Somit bleibe als Lösung nur der Verkauf, der indes mit einer „eindeutigen Chance“ für alle Beteiligten verbunden sei. „Zuschnitt und Ausstattung des Gebäudes sind schließlich prädes-tiniert für die Entwicklung eines attraktiven kulturellen Zentrums mitten im Schnoor-Viertel, das nicht zuletzt auch bei Touristen besonders beliebt ist.“ Vor diesem Hintergrund biete die Immobilie gute Voraussetzungen für Investoren, zukunftsweisende Konzeptionen im Einklang mit der erwarteten kulturellen Nutzung zu realisieren.

Hinweis für Redaktionen:

Für weitere Informationen zu diesem Thema steht Ihnen Susanne Engelbertz (Abteilungsleiterin Immobilien bei Immobilien Bremen AöR) unter der Telefonnummer 361-89689 gern zur Verfügung.

Pressearbeit für Immobilien Bremen:

Peter Schulz, Telefon 0151 1255 8348

Pressemitteilung als PDF (pdf, 152.3 KB)