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„Stiftungshof“ findet Zustimmung

Immobilien Bremen wertet Architektenvorschläge für künftige Nutzung des Hartmannsstiftes aus

Bremen-Nord, 18. August 2011. Ein rund 10.800 Quadratmeter großes Grundstück am Ende der Fußgängerzone unweit der Weser – schon die Rahmenbedingungen machen deutlich, dass dem ehemaligen Hartmannsstift an der Gerhard-Rohlfs-Straße eine besondere Bedeutung für den Stadtteil Vegesack zukommt. Wie soll das 1887 ursprünglich als Krankenhaus errichtete Gebäudeensemble, das zuletzt als Sitz des Bauamtes Bremen-Nord diente, also künftig genutzt werden?

Immobilien Bremen (IB), als Anstalt des öffentlichen Rechts zentrale Ansprechpartnerin für die öffentlich genutzten Immobilien der Freien Hansestadt Bremen und somit auch zuständig für Verkauf und Privatisierung, forderte gemeinsam mit dem für Städtebau zuständigen Bausenator drei Planungsbüros auf, Vorschläge für eine Konzeption des Areals zu entwickeln. Dabei handelte es sich um das Bremer Büro Haslob & Kruse, das Büro Modersohn & Freiesleben (Berlin) sowie den Architekten Helmut Riemann aus Lübeck.

Ihr Auftrag: Entwicklung von Ideen, die als Grundlage für ein in sich schlüssiges Nutzungskonzept dienen können. Dabei galt es, die vorhandene Grünsituation ebenso zu berücksichtigen wie einen möglichen Teilerhalt der identitätsstiftenden Bausubstanz des einstigen Krankenhauses. Die eingereichten Vorschläge wurden durch eine Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Michael Frenz (Präsident der Architektenkammer Bremen) ausgewertet. Dem Gremium gehörten neben dem Senatsbaudirektor und dem Leiter des Bauamtes Bremen-Nord auch eine Architekturprofessorin der Hochschule Bremen sowie Vertreter der Landesdenkmalpflege, des Ortsamtes und des Beirats Vegesack und von Immobilien Bremen an.

Die Arbeitsgruppe verzichtete darauf, die eingereichten Vorschläge nach Plätzen einzustufen. Sie empfahl Immobilien Bremen, den Entwurf des Büros Riemann zur Grundlage der künftigen Ausschreibung und Projektentwicklung zu machen. Der Lübecker Architekt zielt darin auf die reine Wohnnutzung des Areals ab und greift dabei das historische Vorbild der in Hansestädten bereits im Mittelalter bekannten „Stiftungshöfe“ auf.

In ihrem Fazit zog die bewertende Arbeitsgruppe den Riemann-Plan allen anderen Vorschlägen vor. Der Entwurf stelle „eine überzeugende städtebauliche Lösung mit einer gelungenen Freistellung und Einbindung des Stiftungsgebäudes dar.“ Weiterhin heißt es, die städtebauliche Struktur sei „dennoch unabhängig von dem Altbau und ermöglicht einen flexiblen und bedarfsgerechten Einsatz unterschiedlicher Wohnungstypologien in differenzierten Entwicklungsabschnitten.“ Zudem bleibe „die besondere Situation des ehemaligen Krankenhausparks weitgehend erhalten.“

Immobilien Bremen wird die vorgelegten Konzepte in den kommenden Wochen im Rahmen einer Ausstellung im Stadthaus der Öffentlichkeit vorstellen. Zuvor erfolgt die Information des zuständigen Ortsbeirats. Auf Basis dieser Beratungen ist vorgesehen, zeitnah eine Verkaufsausschreibung zu initiieren, um einen Investor zu finden, der das Konzept umsetzt.

„Wir hoffen, dass es nach der erfolgreichen Vermarktung der Grundstücke gelingt, die Umgestaltung des Hartmannsstiftes auf der Basis der vorliegenden Vorschläge in gutem Einklang mit dem Käufer zu realisieren“, erklärt Susanne Engelbertz, zuständige IB-Abteilungsleiterin für Immobilien. Dies könne durchaus in mehreren Schritten geschehen.

Hinweise für Redaktionen:
Für Rückfragen steht Ihnen Susanne Engelbertz, Abteilungsleiterin Immobilien bei Immobilien Bremen, unter der Telefonnummer 361-89689 gern zur Verfügung.

Eine skizzenhafte Ansicht des Riemann-Entwurfes liegt vor. Die entsprechende Datei kann abgerufen werden bei:
Peter Schulz, Pressearbeit für Immobilien Bremen
Telefon 0151 1255 8348

Pressemitteilung als PDF (pdf, 68 KB)