Projekte in Vegesack, Ohlenhof und Huckelriede:
Immobilien Bremen in bester Gesellschaft im Rahmen der Schwammstadt-Entwicklung Bremens.
Der aktuelle Fortschrittsbericht zum Entwicklungsprozess "Schwammstadt Bremen" zeigt, welche Fortschritte unsere Stadt auf dem Weg zu einem klimaangepassten, wassersensiblen und lebenswerten Ort bereits erreicht hat.
Am 4. Juni hat die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Dr. Henrike Müller, den Bericht in der Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft vorgestellt und auf das Go-Live der Homepage hingewiesen:
"Mit der Schwammstadt Bremen stellen wir die Weichen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung, die den Herausforderungen des Klimawandels aktiv begegnet. Die neue Schwammstadt-Website macht unser gemeinsames Engagement für mehr Stadtgrün, bessere Wassernutzung und lebenswerte Quartiere für alle sichtbar. Sie lädt Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Initiativen ein, sich zu informieren und selbst Teil der Schwammstadt zu werden."
Das Prinzip der Schwammstadt verfolgt das Ziel, Regenwasser dort zu speichern, wo es fällt, und es gezielt für Verdunstung, Versickerung oder Wiederverwendung zu nutzen, statt es schnell abzuleiten. Dadurch bleibt mehr Wasser in der Stadt, Grünflächen werden besser mit Feuchtigkeit versorgt und die Folgen von Hitzeperioden und Starkregen können besser abgefedert werden. Gerade in dicht bebauten Stadtteilen können Schwammstadt-Maßnahmen so helfen, sommerliche Hitze spürbar zu reduzieren. Maßnahmen wie begrünte Dächer und Fassaden, entsiegelte Flächen oder Regenwasserzisternen helfen dabei, die Stadt im Sommer zu kühlen, Überschwemmungen vorzubeugen und die Lebensqualität in den Quartieren zu verbessern. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Immobilien Bremen taucht mit drei Beiträgen auf – am Stadion Vegesack, an der Neuen Oberschule Ohlenhof und mit den großzügigen Gründächern am Kaisen-Campus in Huckelriede:
Das neue Stadion Vegesack ist hier ein herausragendes Beispiel für die Integration von Schwammstadt-Prinzipien in ein Bauprojekt, das sich in einem sensiblen Überschwemmungsgebiet befindet. Der Neubau entsteht direkt an der Schönebecker Aue, unmittelbar neben einem Regenrückhaltebecken, und ist damit gezielt auf die Herausforderungen einer Lage im Überschwemmungsgebiet ausgerichtet. Ein zentrales Element ist das rund 500 m² große Gründach mit einer Substrathöhe von 10 cm. Es speichert das auf dem Gebäude anfallende Regenwasser zunächst, verzögert den Abfluss und trägt so zur Entlastung der Kanalisation bei. Gleichzeitig verbessert es das Mikroklima, fördert die Biodiversität und bietet Lebensraum für Pflanzen und Insekten. Ergänzt wird das nachhaltige Gebäudekonzept durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage sowie eine mechanische Be- und Entlüftungsanlage, wodurch das Stadion als Passivhaus ausgeführt wird.
Weiterführende Details unter: https://www.schwammstadt-bremen.de/projekte/gruendach-und-retentionsbecken-erweiterung-beim-stadion-vegesack
Auch die Neue Oberschule Ohlenhof in Gröpelingen vereint innovative Architektur mit nachhaltigen Lösungen für den Umgang mit Regenwasser. Der im Mai 2022 eröffnete Schulcampus in energieeffizienter Passivhausbauweise bietet auf rund 7.000 Quadratmetern moderne Lern- und Aufenthaltsräume für etwa 520 Schüler:innen. Besonders hervorzuheben sind die umfangreichen, extensiven Gründächer auf einer Fläche von 2.200 m². Sie speichern Regenwasser, fördern die Verdunstung, verbessern das Mikroklima und entlasten die städtische Kanalisation. Auf den nicht begrünten Dachflächen, wie dem 960 Quadratmeter großen Sporthallendach, erzeugen Photovoltaikanlagen klimafreundlichen Strom. Das auf den Dach- und befestigten Flächen anfallende Regenwasser wird in einer multifunktionalen Regenrückhalteanlage gesammelt und über eine naturnah gestaltete Rinne auf die untere Ebene des Schulhofs in den Bereich der Kinderwildnis geleitet. Dort verteilt sich das Wasser in eine Muldenlandschaft, die aus vier Mulden mit speziell angelegten Überlaufbauwerken aus Gabionen, Findlingen und Wasserbausteinen besteht. Diese Mulden nehmen das Wasser auf und führen es kontrolliert an einen bestehenden Entwässerungsgraben ab.
Mehr hier: https://www.schwammstadt-bremen.de/projekte/gruendach-und-regenrueckhaltebecken-an-der-neuen-oberschule-ohlenhof
Die Trias an Projekten von Immobilien Bremen bildet schließlich der im Oktober 2025 fertig gestellte Kaisen Campus in Huckelriede.
Neben dem Neubau der dreizügigen Helene-Kaisen-Grundschule wurde auf dem Areal ein Gemeinschaftshaus mit Kochküche und Mensa realisiert, das auch als Veranstaltungsort für den Stadtteil dient. Außerdem wurde die bestehende Wilhelm-Kaisen-Oberschule am Standort erweitert und eine neue Zweifeld-Turnhalle als Ersatz für die alte Sporthalle errichtet. Im Rahmen des Neubaus und der Erweiterung wurde mit der Errichtung großzügiger Gründächer das Schwammstadt-Prinzip umgesetzt, um Regenwasser vor Ort zu halten. Die 8.000 m² Gründach mit einer Substrathöhe von 10 cm auf den neuen Gebäuden dienen nicht nur als Lebensraum für Pflanzen und Insekten, sondern nehmen auch große Mengen Niederschlagswasser auf und geben dieses verzögert ab. Dies entlastet die Kanalisation, fördert die Verdunstung und trägt zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Die Kombination mit Photovoltaik-Anlagen ermöglicht zudem eine nachhaltige Energiegewinnung und eine doppelte Nutzung der Dachflächen. Insgesamt zeigt der Kaisen Campus, wie durch die Verbindung von nachhaltiger Bauweise, Regenwassermanagement und naturnahen Freiräumen ein zukunftsfähiger Lern- und Lebensort entsteht, der aktiv zur klimaangepassten Stadtentwicklung beiträgt.
Ausführlichere Infos: https://www.schwammstadt-bremen.de/projekte/gruendaecher-auf-den-neubauten-des-kaisen-campus
Weitere Bremer Schwammstadt-Projekte werden auf der Website www.schwammstadt-bremen.de gebündelt – ein gemeinsam von SUKW und hanseWasser entwickeltes Portal, das erstmals umfassend über bereits umgesetzte, geplante und aktuell entstehende Schwammstadt-Projekte in Bremen informiert und laufend erweitert wird. Der aktuelle Bericht zeigt, dass die Umsetzung des Schwammstadt-Leitbilds in Bremen ressortübergreifend und gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteure voranschreitet – mit dem Ziel, geeignete Strukturen zu schaffen, damit sich Chancen für mehr Grün- und Wasserflächen schneller und gezielter nutzen lassen. Als nächster Schritt steht die Fertigstellung des Handlungskonzepts Schwammstadt an, das als Fahrplan für die weitere Entwicklung dient. Darin beschlossene Maßnahmen werden anschließend sukzessive umgesetzt.
Mit dem Fortschrittsbericht und der neuen Website wird der Entwicklungsprozess transparent dokumentiert. Gleichzeitig sind Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Initiativen aufgerufen, sich aktiv an der Entwicklung Bremens zur Schwammstadt zu beteiligen.
Das Förderprogramm "Schwammstadt Bremen" unterstützt Privatpersonen und Unternehmen dabei, Flächen zu entsiegeln, Dächer und Fassaden zu begrünen sowie Grau- und Regenwasser auf dem eigenen Grundstück zu nutzen. Damit knüpft es auch an die Initiative "Bremen pflastert ab" (www.bremen-pflastert-ab.de) an, die mehr Grün statt versiegelter Flächen in die Stadt bringen will. Jede entsiegelte Fläche, jedes begrünte Dach und jeder neue Baum hilft dabei, Bremen widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen zu machen.