Szenenwechsel in etlichen Bremer Schulen und Kitas: Statt Unterricht und Betreuung steht momentan vielerorts Sanieren, Reparieren und Umbauen auf dem Stundenplan. Immobilien Bremen nutzt die Ferientage traditionell, um besonders lärm- und schmutzintensive Arbeiten erledigen zu lassen, die den regulären Ablauf in den Einrichtungen über Gebühr stören würden. Manche Maßnahmen wurden gezielt so terminiert, dass sie zum Beginn des neuen Schuljahrs abgeschlossen sind.
Dazu gehört im Bremer Westen die Oberschule im Park in Oslebshausen, wo im Juni 2025 mit den Arbeiten für das Erweiterungsgebäude begonnen worden ist. Ein Neubau mit einer Nutzfläche von rund 6.000 Quadratmetern, bestimmt für die Jahrgänge 5 bis 7, zu dem neben zwölf Klassenräumen auch Differenzierungs- und Fachräume gehören. Der Clou: Eine sieben Meter hohe Drei-Feld-Sporthalle im Tiefgeschoss, die quasi das Fundament des eigentlichen Schulgebäudes bildet. Das Gebäude ist bis auf kleinere Restarbeiten fertiggestellt und kann somit zum Schuljahresbeginn genutzt werden – also bereits ein gutes Jahr nach dem Baustart! Lediglich an den Außenanlagen muss in den kommenden Wochen noch gearbeitet werden.
Fertig zum neuen Schuljahr – dieses Bild bietet sich auch im Erweiterungsgebäude der Grundschule an der Nordstraße in Walle. Der soeben fertiggestellte Anbau gehört zum Gesamtvorhaben „Ausbau zum Ganztag und zur Vierzügigkeit der Einrichtung“, wobei Zug um Zug vorgegangen wird: Momentan läuft der Umzug in den neuen Trakt, unmittelbar danach beginnt die Sanierung des 1910 errichteten und seit 1984 unter Denkmalschutz stehenden Altbaus. Zum Schuljahr 2027/28 soll dann das gesamte Gebäude zur Verfügung stehen. Bis dahin muss der Unterricht zwangsläufig auf begrenztem Raum stattfinden, weshalb zunächst noch kein Ganztagesbetrieb möglich ist.
Jenseits der Weser, im Bremer Süden, ist soeben ein umfangreiches Sanierungsprojekt in der Grundschule Alfred-Faust-Straße angelaufen. Hier müssen die maroden Unterdecken im 1. Obergeschoss erneuert werden, was bis 2028 in mehreren Bauabschnitten geschehen soll. Los ging’s in sechs Räumen, in denen auch die Beleuchtung auf LED umgestellt wird. Zum Beginn des neuen Schuljahrs wird alles fertig.
Dieses Datum wird auch an der Delmestraße angepeilt, wo im August der Neubau des Kinder- und Familienzentrums (KuFZ) Flüsseviertel abgeschlossen wird. Sechs Gruppen können dann in ihre neuen Räumlichkeiten im Erdgeschoss ziehen. Ein Stockwerk höher stehen die zusätzlichen Klassenräume für die Oberschule Delmestraße vor der Fertigstellung. Aktuell läuft zudem eine Schadstoffsanierung im Block C der Einrichtung.
Austausch der brüchigen abgehängten Decken und Umrüstung auf LED-Beleuchtung – darum geht es in der Bürgermeister Smidt-Grundschule in der Bremer Mitte. Die mit viel Schmutz verbundenen Arbeiten wurden bereits in den vergangenen Monaten gestartet, jetzt sind die verbliebenen sieben Klassenräume an der Reihe. Die gereinigten Vorhänge sollen zum Schulstart ebenfalls wieder an Ort und Stelle sein. Bis dahin ist auch die Grundschule Alter Postweg an ihren angestammten Ort zurückgekehrt. Der Umzug in den soeben fertiggestellten Neubau hat begonnen, so dass die bisher genutzten Mobilbauten am Jakobsberg für ihre künftige Verwendung hergerichtet werden können.
Auch im Bremer Osten wird während der Sommerferien an mehreren Standorten gebaut. Zum Beispiel in der Grundschule Oberneuland. Dort sind die Kinder bereits in den neuen Erweiterungsbau gezogen, weshalb gleich im Anschluss mit der Sanierung des Bestandsgebäudes begonnen werden konnte. Ein paar Meter weiter, in der Kita Oberneuland, steht die energetische Sanierung des Altbaus an.
Im neuen KuFZ Arbergen, wo seit Anfang Juni Betrieb herrscht, dreht sich aktuell alles um Klettergerüste, Netzschaukel und Sandkisten. Denn hier läuft die Gestaltung der Außenanlagen. Momentan werden die nach und nach angelieferten Spielgeräte fachgerecht aufgestellt und Rasenflächen sowie Wege angelegt.
Stromverbrauch und damit Betriebskosten senken, Energieeffizienz steigern. So sieht der Plan im KuFZ Heinrich-Imbusch-Weg in der Vahr aus. Und darum wurde eine große Aktion zum Austausch der rund 160 Innen- und Außenleuchten gestartet. Installiert wird moderne und verbrauchsgünstigere LED-Technik mit entsprechend optimierter Steuerung. Zum Ferienende ist alles fertig.
Fertig nach den Herbstferien – dieses Ziel wird in der Schule an der Brinkmannstraße in Hemelingen angestrebt, wo an einer neuen Mensa neben dem unter Denkmalschutz stehenden Hauptgebäude von 1909 gebaut wird. Installiert werden dabei u.a. eine Wärmepumpe und eine PV-Anlage. Auch die Außenanlagen stehen „auf dem Zettel“.
Weiter nach Bremen-Nord, wo die Handwerker:innen beim Bau des neuen Umkleidegebäudes im Vegesacker Stadion jetzt quasi zum Endspurt ansetzen. Das nach Fertigstellung auch für Sehbehinderte nutzbare Gebäude erhält u.a. eine Wärmepumpe nebst PV-Anlage und soll zu den Herbstferien fertig werden.
Weiter ist man in der Grundschule Burglesum und in der Blumenthaler Grundschule Fährer Flur, wo die Baustellen zum Schulstart geräumt sein sollen. In der neuen Mobilbauanlage in Burglesum werden gerade fünf Klassen- sowie Personalräume fit für den Unterrichtsbeginn gemacht und die Außenanlagen fertiggestellt. Und im Neubau am Fährer Flur finden Endmontagen und Restarbeiten statt, bevor die Bauendreinigung beginnt. Weitere Baumaßnahmen laufen u.a. in Blumenthal in der Grundschule am Pürschweg und in der Oberschule In den Sandwehen oder in der Oberschule Lehmhorster Straße.
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/ Fabio Cecere.