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Altbau sanier, neue Schule gebaut

Immobilien Bremen übergibt Gebäude des Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentrums (ReBUZ) in Walle

Bremen-Walle, 6. Juli 2012. Neues Leben in der alten Schule Vegesacker Straße 84: Der zweigeschossige, 1910 errichtete Massivbau mit seiner denkmalgeschützten Klinkerfassade hat das Regionale Beratungs- und Unterstützungszentrum (ReBUZ) in Walle aufgenommen.

Das für diesen Zweck durch Immobilien Bremen umgebaute Gebäude wird am kommenden Sonntag (8. Juli) im Rahmen des 30. Waller Stadtteilfestes ebenso seiner Bestimmung übergeben wie der in direkter Nachbarschaft entstandene Neubau des Förderzentrums. Im Zuge der Inklusion wird das Förderzentrum auslaufen und der Neubau für schulersetzende Maßnahmen (zeitweiliger Unterricht in kleinen Gruppen) genutzt werden.

Die nach Plänen der Bremer Architektengemeinschaft Schneider-Thormann/ Salomon errichtete eingeschossige Schule weist eine offene Bauweise mit zwei vollständig verglasten Längsseiten auf. Die gestalterische Konzeption basiert auf einer auf Kommunikation ausgerichteten Raumstruktur mit kleinen Klassenverbänden und Kleinstgruppen. Sechs Klassenräume und drei Differenzierungsräume sind um eine multifunktionale Halle angeordnet. Sie wurde in der Mitte des Gebäudes angesiedelt, verfügt über mehrere Lernzonen und dient zudem als Pausenhalle.

Die trapezförmigen Klassenzimmer liegen sich versetzt gegenüber und sind zur Halle hin teilweise verglast, was vielfältige Blickbeziehungen zwischen den Räumen ermöglicht. Durch Oberlichter fällt zusätzliches Licht in die transparent wirkende Halle. Die Raumkonzeption erleichtert es, Klassen zusammenzufassen oder auch Kleingruppen zu bilden. Das mit Gras begrünte Dach scheint über den Räumen zu schweben, was den Eindruck der offenen Bauweise noch verstärkt.

Parallel zum Neubau wurde die benachbarte alte Schule umgebaut und von Grund auf saniert. Ursprünglich waren vor vier Jahren nur eine Renovierung der Räume und kleinere Baumaßnahmen ins Auge gefasst worden. Eine zu Beginn der Arbeiten vorgenommene statische Untersuchung des Gebäudes offenbarte jedoch schwerwiegende Probleme am Tragwerk, weshalb die Schule umgehend gesperrt und der Unterricht an die Fritz-Gansberg-Schule verlagert wurde.

Die daraufhin von Mitarbeitern der Ingenieurgesellschaft IGES und des Instituts für experimentelle Statik der Hochschule Bremen eingeleiteten dynamischen Belastungsproben des Tragwerks in dem nun leer stehenden Gebäude führten zu dem Ergebnis, dass als Folge der vorgesehenen Umbauten keine zusätzlichen Deckenlasten entstehen durften. Da die zwischenzeitlich durch das Bildungsressort beschlossene Umnutzung der Schule durch das ReBUZ ohnehin eine Umplanung erforderlich machte, wurde beschlossen, die Trennelemente für die künftige Raumaufteilung seitlich an die vorhandenen tragenden Wände „anzuhängen“. Dieses im Bauwesen selten angewendete Verfahren brachte eine Reihe von Problemen mit sich, die jedoch von den beteiligten Architekten und Statikern gemeistert werden konnten.

Sie entwickelten entsprechend der künftigen Anforderungen einen neuen Grundriss für das alte Gebäude, wobei die einstigen Klassenzimmer durch den Einbau von Trennwänden in Büro-, Besprechungs- und Multifunktionsräume verwandelt wurden und nun als Verwaltungsflächen für das ReBUZ und die Schule zur Verfügung stehen. Hinzu kommen wie bereits zuvor die Turnhalle und das Kellergeschoss mit den Umkleide- und Werkräumen sowie der Lehrküche. Der angebaute Aufzug ermöglicht eine barrierefreie Nutzung des gesamten Gebäudes, das im Zuge der Baumaßnahme komplett saniert und mit einer neuen Haustechnik ausgestattet worden ist.

Die Realisierung des Gesamtprojektes, mit dessen Planung Immobilien Bremen 2008 begonnen hatte, wurde unter anderem durch kontaminierte Böden auf der für den Neubau vorgesehenen Fläche verzögert. Zudem musste ein Bebauungsplan entwickelt werden, wobei zwecks Berücksichtigung des Arten- und Baumschutzes mehrere Gutachten erforderlich waren. Die reine Bauzeit betrug rund 18 Monate, der Kostenrahmen liegt bei rund 3,6 Millionen Euro. Die Projektsteuerung übernahm Immobilien Bremen, als Anstalt des öffentlichen Rechts zentraler Dienstleister für die öffentlich genutzten Immobilien in der Freien Hansestadt Bremen.

Pressearbeit für Immobilien Bremen:
Peter Schulz, Telefon 0151 1255 8348
Hinweis für Redaktionen:
Bei Bedarf können Fotos des sanierten Altgebäudes sowie des Neubaus zur Verfügung gestellt werden.

Pressemitteilung als PDF (pdf, 40.2 KB)