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Endspurt am Alten Postweg

Grundschulneubau in Hastedt auf der Zielgeraden

"Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit. Und neues Leben blüht aus den Ruinen."

Man könnte glatt meinen, Friedrich Schiller habe die Grundschule am Alten Postweg in Hastedt vor Augen gehabt, als er diesen Vers für den "Wilhelm Tell" schrieb. Denn gerade einmal sechs Monate lagen zwischen dem erfolgten Abriss des baufälligen Altbaus und dem Baustart für das aus Schule, Kita, Mensa und Turnhalle bestehende Gebäudeensemble.

Tempo ist Pflicht auf dem rund 7.800 Quadratmeter großen Gelände. Schon zum Schuljahr 2026/27 soll nämlich alles fertig sein. Hört sich ziemlich sportlich an. Löst aber am Alten Postweg, wo am 25. April 2025 und damit rund ein halbes Jahr nach der Vertragsunterzeichnung für eine Öffentlich Private Partnerschaft (ÖPP) zwischen Immobilien Bremen und der Firma Goldbeck Public Partner GmbH der Grundstein gelegt werden konnte, keine Skepsis aus.

"Wir bauen mit System", erläuterte Goldbeck-Geschäftsführer Carsten Hense bei der Grundsteinlegung und verwies zuversichtlich auf die Bauelemente, die in den eigenen Werken des Unternehmens fix und fertig mitsamt den Fenstern angefertigt und nach Anlieferung vor Ort zusammengefügt werden. "Ist ein bisschen wie bei Lego", erklärte er den Kindern, die das Geschehen am Rande der kleinen Feierstunde mit großen Augen verfolgten.
Seither entstehen nach Plänen des Braunschweiger Büros Dohle + Lohse Architekten GmbH zwei durch ein Foyer mit Mensa verbundene Gebäude für die dreizügige Grundschule, die sich mit ihrer Klinkerfassade harmonisch in die städtebauliche Umgebung einfügen wird.
Der Neubau wird klimafreundlich ans Fernwärmenetz angeschlossen und mit Photovoltaikanlagen und Dachbegrünung ausgestattet. Die reinen Baukosten liegen bei rund 21,5 Millionen Euro.

Mittlerweile hat das Bauunternehmen, das Immobilien Bremen schon mit der Realisierung der Berufsschule für den Großhandel, Außenhandel und Verkehr in der Überseestadt als Totalunternehmer beauftragt hatte, die Rohbauten abgeschlossen. Der Innenausbau läuft. Also alles fertig zum Start des Schuljahrs Mitte August? Bob der Baumeister würde sagen: "Yo, wir schaffen das!"

Hintergrund:
Eine Sanierung der rund 100 Jahre alten Schule am Alten Postweg war unter anderem wegen Statikproblemen wirtschaftlich nicht mehr vertretbar. Deshalb wurden der Abriss des Gebäudes mitsamt der Sporthalle und ein anschließender Neubau an gleicher Stelle beschlossen. Für den Übergang werden die Kinder in einer Mobilbauanlage auf dem Areal des ehemaligen Eis sportstadions am Jakobsberg unterrichtet.

Eckdaten:
- Gebäudeensemble aus Grundschule, Kita, Mensa und Turnhalle
- Anschluss an das Fernwärmenetz
- Photovoltaik
- Baukosten 21,5 Mio. €