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Neue Nutzung für die "Alte Apotheke"

Immobilien Bremen veräußert denkmalgeschütztes Hemelinger Gebäude an Bremer Investorengruppe - Facharzt und Anwälte ziehen ein

Bremen, 12. Juli 2011. Die "Alte Apotheke" in Hemelingen hat neue Besitzer. Immobilien Bremen (IB), als Anstalt des öffentlichen Rechts zentrale Ansprechpartnerin für die öffentlich genutzten Immobilien der Freien Hansestadt Bremen, ist es nach einem zielgerichtet geführten Ausschreibungsverfahren gelungen, einen Käufer für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude zu finden. Eine dreiköpfige Bremer Investorengruppe, die dafür eigens die "Alte Apotheke Hemelingen GbR" gegründet hat, will die Immobilie in den kommenden Monaten aufwändig sanieren.

Vorgesehen ist, das 1889 errichtete Haupthaus in der Hemelinger Bahnhofstraße 15 künftig durch eine Anwaltskanzlei und eine Facharztpraxis zu nutzen. Zudem sollen im Dachgeschoss nach erfolgtem Ausbau vier kleinere Wohn-Appartements entstehen. Die vorgesehenen Umbau- und Modernisierungsarbeiten, die sofort nach Vorlage der erforderlichen Genehmigungen beginnen sollen, werden nach Einschätzung der Käufer gut ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Alle zur Verfügung stehenden Flächen sind nach Angaben der neuen Besitzer, die das Gebäude in ihrem Bestand halten wollen, bereits vermietet.

In der "Alten Apotheke" waren rund 100 Jahre lang Pflaster, Medikamente oder Hustenbonbons über den Ladentisch gegangen. Das freistehende Wohn- und Geschäftshaus, das einschließlich des Anbaus eine Bruttogrundfläche von knapp 1200 Quadratmetern aufweist, zählt zu den herausragenden Gebäuden Hemelingens. Sein Erhalt ist - so das Urteil des Landesamtes für Denkmalpflege - aus wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Gründen von besonderem Interesse.

Diese Einstufung beruht insbesondere auf der seltenen und ausgesprochen gut erhaltenen Inneneinrichtung der "Alten Apotheke" mit Tresen, Schränken und Regalen. Eine besondere denkmalpflegerische Bedeutung kommt dem Gebädue zudem wegen seiner Außenfassade, des Windfanges mit seinen Wandgemälden, des Treppenhauses und des Wintergartens zu. Kehrseite der Medaille: Es besteht ein ganz erheblicher Reparatur-, Instandhaltungs- und Modernisierungsstau.

Vor diesem Hintergrund gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Käufer für das Gebädue als ausgesprochen schwierig. Zu den Vorgaben für den Verkauf des Objektes, die unter Einbeziehung des Ortsbeirates Hemelingen und in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalpfleger entwickelt worden waren, gehörte die Vorlage eines Nutzungskonzeptes insbesondere für das Erdgeschoss. Als vorstellbar galt die Einrichtung eines Gastronomiebetriebes ebenso wie Ansiedlung von Einzelhandel oder Dienstleistung, etwa einer Arztpraxis oder Anwaltskanzlei.

Die "Alte Apotheke" war vor rund zehn Jahren im Zuge des damaligen Sanierungsplanes für den Stadtteil Hemelingen in den Besitz der Stadtgemeinde Bremen gelangt. Da eine öffentliche Nutzung des Gebäudes trotz intensiver Überprüfung nicht in Betracht kam, leitete Immobilien Bremen den Verkauf ein. Als Folge der öffentlichen Ausschreibung gingen etliche Angebote ein, die nach inhaltlicher Prüfung einem Entscheidungsgremium vorgelegt wurden, dem unter anderem Vertreter des Bausenators, der Landesdenkmalpflege sowie von Immobilien Bremen angehörten. Das eingereichte Konzept der "Alte Apotheke Hemelingen GbR" fand schließlich die Zustimmung des Gremiums. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Hinweis für Redaktionen:
Für Rückfragen steht Ihnen Susanne Engelbertz, Abteilungsleiterin Immobilien bei Immobilien Bremen, unter der Telefonnummer 361-89689 gern zur Verfügung.

Pressearbeit für Immobilien Bremen:
Peter Schulz, Telefon 0151 1255 8348

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